FAQ


Hier findest Antworten auf Fragen die oft von Bewerbern und Europäischen Freiwilligen gestellt werden.

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert und an eure Fragen und an Entwicklungen im Programm Erasmus+: Jugend in Aktion angepasst.  

Altersgrenzen

Die untere Altersgrenze liegt bei 17 Jahren. Die Teilnahme von Minderjährigen führt jedoch zu zusätzlichen gesetzlichen Einschränkungen, die von Land zu Land unterschiedlich sind. Minderjährige können nicht ohne die ausdrückliche und formelle Einwilligung ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten an einem EFD-Projekt teilnehmen.

Für die obere Altersgrenze gelten folgende Bestimmungen: EFD-BewerberInnen müssen unter 31 Jahre alt sein, wenn sie ihren Antrag auf Unterstützung stellen. Das luxemburgische Gesetz beschränkt die gesetzlichen Vorteile für Freiwillige auf Jugendliche unter 30 Jahren (Art. 4 des Gesetzes vom 31. Oktober 2007 zum Freiwilligendienst für Jugendliche). Es wird daher empfohlen sich rechtzeitig über die Modalitäten der unterschiedlichen Fälle zu informieren.

Betreuung

Während des EFD, wird der Freiwillige von folgenden Personen betreut:

Vor der Abreise:

- Betreuer in der Entsendeorganisation

Während des EFD:

- Betreuer (Mentor), persönlicher Ansprechpartner für alle Fragen zur Situation als Freiwillige/r

- Projektleiter, Ansprechpartner für Fragen zu den Aufgaben

Dauer: Wie lange dauert ein EFD Projekt?

Im Allgemeinen dauert ein Europäischer Freiwilligendienst zwischen 60 Tagen und 12 Monaten. Ausnahmen/Abweichungen sind möglich.

Erfahrungsberichte?

Es gibt 2 Alternativen: entweder in unserer Rubrik „ Projektbeispiele“ oder auf ontheroad.euroesk.lu

Finanzielle Hilfen (Staatlich)

Freiwillige, die seit mindestens 12 Monaten ununterbrochen in Luxemburg leben und deren Freiwilligen-Status vom SNJ anerkannt wurde, spricht der Staat eine monatliche finanzielle Hilfe zu. Der Betrag der Hilfe ist durch eine großherzogliche Verordnung festgelegt. Zur Zeit beträgt dieser 206,52 Euro im Monat (Index Januar 2017). Die finanzielle Hilfe des Staats gilt also ausschließlich für Freiwillige die in Luxemburg wohnhaft sind und für Aktivitäten im Rahmen eines Europäischen Freiwilligendiensts in Ausland gehen.

Länder: In welchen Ländern kann man einen EFD machen?

Anwohner Luxemburgs können ihren EFD in allen Programmländern, benachbarten Partnerländern oder anderen Partnerländern auf der ganzen Welt machen.

Preis: Was müssen die Freiwilligen bezahlen?

Der EFD ist im Prinzip fast gratis für die Freiwilligen: Kost und Logis sind frei, die Versicherung ist gratis, sie bekommen Taschengeld und haben das Recht auf die Finanzierung der Reisekosten zwischen ihrer Unterkunft und dem Ort ihrer Aktivitäten im Rahmen ihres EFD. Cf. „Öffentliche Verkehrsmittel“.

Reisekosten

Die Reisekosten des Freiwilligen werden zum einem großen Teil mit europäischen Geldern finanziert: Der Freiwillige erhält eine Pauschale, deren Betrag abhängig ist von der Distanz zwischen dem Wohnort und den Aktivitäten des EFD vor Ort. Genauere Angaben können im Erasmus+ Programmhandbuch nachgeschlagen werden.

Die Entfernungen die den Pauschalen zugrunde liegen können mit folgendem on-line Tool berechnet werden: EU distance calculator

Schulungen und Zusammenkünfte

Freiwillige müssen an den Schulungen und Zusammenkünften, zu denen sie von den Nationalen Agenturen eingeladen werden, teilnehmen. Es handelt sich hierbei um folgende Schulungen: predeparture, on arrival, midterm evaluation und final evaluation. In Luxemburg sind die Freiwilligen zudem dazu angehalten während ihres EFD an mindestens einem „Meeting Point“ teilzunehmen. Die entstehenden Reise- und Unterkunftskosten für die Schulungen und Zusammenkünfte werden von den Nationalen Agenturen übernommen. Der Kalender für die Schulungen und Zusammenkünfte der luxemburgischen Agentur befindet sich in der Rubrik „Agenda“ auf dieser Seite.

Sozialversicherung

Jeder Freiwillige der beim SNJ eingeschrieben ist und den Status als Freiwilliger hat, ist durch das SNJ sozialversichert.

Sprachkurse

Freiwillige haben das Recht auf Sprachkurse, die ihre Integration in die Gesellschaft des Gastlandes vereinfachen sollen. Ein spezielles Budget von 150 Euro kann als Beitrag zu den Kosten von solchen Kursen vor oder während des EFDs zur Verfügung gestellt werden. Für manche Sprachen kann dieser Betrag nicht zur Verfügung gestellt werden, da die Freiwilligen diese Sprachen mithilfe eines Online-Tools, das von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt wird, erlernen können. Die Liste dieser Sprachen ist zu finden im Erasmus+ Programmhandbuch.

Das on-line Tool: Online Linguistic Support (OLS)

Stunden pro Woche

Im Allgemeinen gilt:

Der EFD ist ein Vollzeitdienst. Die zu leistenden Stunden betragen im Allgemeinen zwischen 30 und 35 Stunden pro Woche, können aber bis zu 40 Stunden/Woche betragen. Die Freiwilligen können auf eigenen Wunsch mehr Stunden leisten, können aber unter keinen Umständen dazu verpflichtet oder gezwungen werden. Sprachkurse, besondere Schulungen und EFD Schulungen sind in dem oben genannten Stundenkontingent miteinberechnet.

Zwei freie Tage pro Woche.

Zwei Urlaubstage pro Monat

Taschengeld

Freiwillige haben das Recht auf ein monatliches Taschengeld. Der Betrag dieses Taschengelds ist abhängig vom Gastland. Die Liste der Pauschalbeträge der jeweiligen Länder findet man im Programmhandbuch für Erasmus+. Den anzuwendenden Tarif kann man im Programmhandbuch des Jahres in dem das Projekt angenommen wurde, erfahren.

Freiwillige die ihren EFD in Luxemburg ausführen, haben das Recht auf einen festgesetzten Betrag von 198,64 Euro (Index Januar 2017).

Transport: öffentliche Verkehrsmittel

Freiwillige haben das Recht auf kostenfreie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für den Weg zwischen Unterkunft und dem Ort an dem die EFD-Aktivitäten stattfinden. Im Allgemeinen bekommt der Freiwillige eine Langzeit- oder Monatsfahrkarte. Die Aufnahmeorganisation kann ein System für wöchentliche oder monatliche Rückerstattung auf Basis der real entstandenen Kosten führen.

In Luxemburg sind die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr im monatlichen Betrag für Unterhaltskosten enthalten, die der Staat den Freiwilligen gewährleistet. Freiwillige unter 25 Jahren haben das Recht auf ein gratis Jahres-Abo. Ältere Freiwillige müssen mit der Aufnahmeorganisation verhandeln um den günstigsten Fahrausweis zu finden.

Unterstützung während des EFD

Freiwillige haben ein Recht auf Unterstützung während ihres EFD.

- die Entsendeorganisation in Luxemburg steht während der Gesamtdauer des Projekts mit offenem Ohr bereit

- die Aufnahmeorganisation weist den Freiwilligen einen „Mentor“ zu, der ihnen in schwierigen Momenten des Aufenthalts zur Seite steht und sie beim Lernprozess unterstützt

- die Nationalen Agenturen des Heimatlands und des Gastlands (Luxemburg = Anefore asbl) stehen bei Bedarf für Beratung und Mediation zur Verfügung

Urlaub

Freiwilligen stehen im Regelfall 2 Tage Urlaub pro Monat zur Verfügung, die sie nach Absprache mit der Aufnahmeorganisation gemäß ihren Vorlieben nehmen und organisieren können. Die gesetzlichen Feiertage des Gastlands gelten auch für Freiwillige. Das Recht auf Taschengeld, Essenszulage und Unterkunft bleiben während Urlaub und Feiertagen bestehen.

Versicherung

Europäische Freiwillige sind automatisch und gratis mit dem „EVS insurance plan“ versichert. Diese Versicherung deckt Krankheit, Unfälle, Krankenhausaufenthalte, Rückführung und  Haftpflicht für die gesamte Dauer des EFD. 

Vereinbarung für Freiwillige

Freiwillige, die an einem Projekt an dem zumindest ein Luxemburger Partner beteiligt ist, teilnehmen, sind gesetzlich dazu verpflichtet eine Freiwilligenvereinbarung zu unterschreiben. Im Rahmen des EFD heißt diese Vereinbarung  „volunteering agreement“ und regelt die Modalitäten der Partnerschaft zwischen Entsendeorganisation, Aufnahmeorganisation und dem/der Freiwilligen: Verantwortlichkeiten, Aufgaben, Zeitplan, Betreuung, Unterkunft, finanzielle Aspekte, Schulungen, ...

Wohnen und Unterkunft

Freiwillige haben das Recht auf kostenfreies Wohnen. Die Unterkunft muss sauber sein und den lokalen Standards entsprechen. Kosten für Trinkwasser, Heizung, Elektrizität, Müllabfuhr und Abwasserentsorgung sind in der Bereitstellung enthalten.  

Zugang zum Internet ist wünschenswert, aber nicht verpflichtend für die Aufnahmeorganisation.