Dorfladen und Dorftreff - ein Ort für sozialen und kulturellen Austausch

Durée du projet:
Association d'accueil:
Elisabeth
Programme:
SVCi
Lieu:
Roodt/Sysre, Gemeinde Betzdorf
Début:
Start nach individueller Abstimmung

Das Projekt "Dorfladen/Dorftreff" basiert auf den Bedürfnissen zweier Personengruppen:

Zum einen geht es um die uns anvertrauten Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung, denen der Zugang zum Arbeitsmarkt allgemein erschwert ist. Der Dorfladen dient hierbei als speziell konzipierter Arbeitsplatz für Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen und soll diesen Ausbildung und Beschäftigung sowohl im kaufmännischen Bereich (Einzelhandel) als auch im Dienstleistungsbereich (Service Dorftreff) ermöglichen.

Zum zweiten geht es um die Bevölkerung der Gemeinde Betzdorf (speziell des Ortsteils Roodt/Syre). Dort soll die Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs erreicht werden. Hinzu kommen mögliche Dienstleistungsangebote wie ein Bringservice für Waren und postalische Angebote (Brief- und Paketservice). Zudem wird mit dem geplanten Dorftreff ein Ort des sozialen Austauschs geschaffen.

Der Dorfladen als Arbeitsplatz wird in erster Linie für die Mitarbeiter mit Beeinträchtigung konzipiert, also steht die Adaptierung möglichst guter Arbeitsbedingungen als Auftrag für das Personal im Vordergrund. Dies geht nicht automatisch mit geringeren Arbeitsanforderungen einher. Ganz im Gegenteil: Die Gestaltung und Entwicklung angepasster Arbeitsprozesse ist aufwendig und zeitintensiv für die assistierenden Mitarbeiter mit Betreuungsauftrag, aber unbedingt notwendig, da die Ausbildungsprozesse die Befähigung zur Teilhabe am Arbeitsprozess zum Ziel haben.

Der allgemeine Gewinn besteht hier in der Ausbildung, Beschäftigung und Befähigung von Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine oder noch keine Anstellung finden.

Den Dorftreff möchten wir zum sozialen Treffpunkt für die Bevölkerung aus der näheren Umgebung (Ortsteil Roodt-Syre) und weiteren Umgebung (Gemeinde Betzdorf) entwickeln. Der Inklusionsgedanke als Recht aller Menschen, in ihrer Individualität von der Gesellschaft akzeptiert zu werden und an ihr teilhaben zu können, soll dabei im Vordergrund stehen. Dies betrifft die Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung ebenso wie Volontäre, Hauptamtliche und Besucher aus der Bevölkerung.

Als Café für alle Generationen wird es die Möglichkeit geben, sich zu treffen, Kaffee oder Tee zu trinken, kleine Snacks (Brot, Kuchen) zu verzehren und sich auszutauschen. Es soll inklusive Kursangebote geben und soziale Veranstaltungen, die das Dorfleben bereichern. Ebenso ist die Idee einer „Dienstleistungstauschbörse“ (einer hilft dem anderen, der Einsatz ehrenamtlicher Helfer wird koordiniert) angedacht.

 Neben Filialleitung, ausgebildeten Verkäufern und „Salarié handicapé“ (Auszubildenden) wollen wir das Mitarbeiterteam mit drei Volontären / Volontärinnen (SVCI) ausstatten. Dabei sollen zwei Volontäre im Bereich Dorfladen und ein Volontär im Bereich Dorftreff eingesetzt werden. Die Grenzen dieser Bereiche können und sollen aber fließend sein und der / die Einzelne wird im Lauf des Einsatzzeitraums (in der Regel 12 Monate) beide Bereiche kennen lernen.

Informations supplémentaires: 

Interessierte können sich bei Herrn Briel Harry für weitere Informationen melden.
Telefonnummer: 71 93 19 2206
Emailadresse: harry.briel@elisabeth.lu

Critères: 

Die interessierten Jugendlichen müssen den Aufnahmebedingungen des Service volontaire civique gerecht werden, an der Arbeit und dem Umgang mit Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung interessiert sein und einen leichten Kontakt im Umgang mit Menschen allgemein haben.

Tâches du volontaire: 

Wir möchten den jungen Volontären (männlich oder weiblich) die Möglichkeit geben, sehr unterschiedliche Arbeitsbereiche kennen zu lernen.

Die Volontäre sollen einen Einblick in die kaufmännische Arbeit bekommen und lernen, was dazu gehört, einen kleinen Laden zu führen. Dies umfasst den Umgang mit den angebotenen Produkten, Lebensmittelkunde, Hygiene, Sicherheit, Lagerhaltung, Reinigung, Kassenführung, Abrechnung und weitere Aufgaben. Allerdings geschieht das nie in alleiniger Verantwortung, sondern immer unterstützt durch hauptamtliche Mitarbeiter.

Die Volontäre werden Gelegenheit haben, Einblicke in das Leben von Menschen (vor allem jungen Menschen) mit intellektuellen Beeinträchtigungen zu gewinnen. Wir gehen davon aus, dass die Volontäre sehr vom täglichen Umgang mit intellektuell beeinträchtigten Jugendlichen und jungen Erwachsenen lernen werden. Diese haben oft eine eigene, unkomplizierte Art, an ihr Leben heranzugehen und die Hindernisse des Alltags zu meistern. Wir sind überzeugt davon, dass die Volontäre von deren Einstellung zum Leben profitieren werden.

Wir haben schon seit zwölf Jahren Erfahrung in der Beschäftigung von Volontären des EVS (European Voluntary Service) innerhalb unserer Einrichtung. Bisher betonten alle Volontäre die Relevanz der gemachten Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg. Oft war das Volontariat ausschlaggebend für die Wahl eines Berufsfeldes im sozialen Bereich.