Anja, SVE en Allemagne: Für mich begann so eine unvergessliche Zeit

Anja

Hi, ich bin Anja und war von Januar bis August 2010 eine "EVS'lerin".

Für mich begann so eine unvergessliche Zeit, von der ich ein bisschen erzählen möchte.

 

Als ich zum ersten Mal vom EVS-Programm hörte, dachte ich mir, dass es alles hat was ich zu dem Zeitpunkt brauchte: eine kleine Auszeit nehmen, dabei für eine Zeit aus Luxemburg raus kommen, Neues entdecken und dabei in einem Projekt arbeiten, das ich mir nach meinen Interessen aussuchen kann.

Da ich schon immer von der Natur begeistert und angezogen war entschied ich mich, in diesem Bereich etwas zu suchen.

 

So bin ich im wunderschönen Norden von Deutschland gelandet und wurde für den Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V. tätig.

Der Naturschutzverein betreut 20 Schutzgebiete an der Ost- und an der Nordsee und konzentriert sich ausschließlich auf Seevögel.

 

Gleichzeitig mit mir fing Claire, eine "EVS'lerin" aus Belgien, an und von Anfang an fühlte ich mich wie zuhause.

Die ersten zwei Monate verbrachte ich in der Zentrale des Vereins, denn der lange Winter hielt meine Abreise in ein Naturschutzgebiet bisschen auf.

Während dieser Zeit wusste ich nicht einmal wie der Boden aussah da er durchgehend mit einer Schneedecke bedeckt war. Aber das ging vorbei und ich durfte endlich losziehen.

In der Folgezeit habe ich an den verschiedensten Orten gelebt und habe andere besichtigt. Meine Stationen waren auf dem Festland, auf Inseln und auf Halligen, aber immer an der See.

Zum Teil lebte ich an ganz abgeschieden Orten, wo sogar das Einkaufen zu einem großen Ausflug wurde und wo fließendes Wasser, Strom, Heizung, Internet... schon fast Luxus waren. Teilweise mussten wir sogar ganz darauf verzichten.

Ich habe das faszinierende Wattenmeer kennengelernt und vor allem die Vogelwelt erkundet.

Zu meinen Tätigkeiten gehörten Beobachtungen, Vogelzählungen, Betreuung der Infozentren, Führungen und vieles mehr.

Ich arbeitete mit vielen jungen Leuten zusammen die ihren Zivildienst absolvierten oder ein freiwilliges ökologisches Jahr machten. So habe ich viele neue Leute kennengelernt, mich viel ausgetauscht und natürlich auch jede Menge gefeiert.

Anderthalb Monate vor Abschluß meines Freiwilligendienstes nahm ich an einem zweiwöchigen internationalen Workcamp teil. Dieses wird alljährlich vom Verein organisiert.

Veranstaltungsort dieses Camps war eine einsame Hallig und Ziel war es,  Arbeiten durchzuführen (Landungsbauten)  damit die Hallig erhalten bleibt.

Eine harte und anstrengende Arbeit, unter einfachsten, schon fast primitiven Lebensbedingungen. Aber genau das schweißte die Gruppe von ca. 20 Jugendlichen zusammen.

Den letzen Monat in Norddeutschland verbrachte ich auf einer Insel in der Ostsee. Hier lernte ich Seevögel zu beringen.

Nachdem ich wieder zu Hause bin freue mich jetzt schon sehr auf die nächsten Abenteuer die mir bevorstehen.